Förderkonzepte

Unsere Schülerinnen und Schüler kommen mit unterschiedlichen Voraussetzungen zu uns. Unser Ziel ist es, diese Unterschiedlichkeit als Chance zu begreifen, Kinder dort abzuholen, wo sie stehen und sie bestmöglich zu fordern und zu fördern. Mit unseren vielfältigen pädagogischen Angeboten begleiten wir die Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung intensiv, bauen ihre Stärken aus, unterstützen aber auch bei Lernschwierigkeiten.

Lesenest

Im Lesenest werden Kinder, die Schwierigkeiten beim Lesen haben, auf motivierende Weise zusätzlich gefördert.

LRS/Dyskalkulie

Unsere Schule bietet besondere Förderstunden für lese- und rechtschreib- oder rechenschwache Kinder an.

Deutsch als Zweitsprache

    1. Unsere Vorlaufkurse bieten Kindern, die bei der Schulanmeldung zeigen, dass ihre Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um problemlos dem Unterricht der ersten Klasse folgen zu können, die Möglichkeit spielerisch Deutsch zu lernen. Ab Herbst (vor der Einschulung im darauffolgenden Sommer) werden die Kinder in der Schule fünfmal in der Woche für eine Schulstunde von Lehrerinnen unterrichtet.
    2. In einem Intensivkurs/ einer Intensivklasse werden, soweit die Anmeldezahlen dies ermöglichen, alle aus dem Ausland zugezogenen Kinder, die ohne jegliche Deutschkenntnisse in Sprache und Schrift sind, jahrgangsübergreifend zusammengefasst. Ziel dieser Integrationsmaßnahme ist es zunächst, dass die Schüler sich angenommen und in ihrer neuen Heimat wohl fühlen. Darüber hinaus ist die Vermittlung von Lerntechniken und -strategien zur Förderung von selbstverantwortlichem Lernen grundlegend.
      Nach Erlernen des Grundwortschatzes der deutschen Sprache werden die Schüler schnellstmöglich in die Regelklassen integriert. Lediglich in Klasse 1 besuchen diese Kinder sofort die Regelklasse, um von Anfang an Deutsch sprechen und schreiben zu lernen.
    3. Programm Deutsch und PC
      Seit Herbst 2003 bieten Deutschförderkurse, sogenannte DAZ-Kurse (Deutsch als Zweitsprache), in allen Jahrgängen Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit, sich zusätzlich zum Deutschregelunterricht intensiv mit der deutschen Sprache zu beschäftigen. Das Ziel ist, bestehende Defizite zu verringern oder sogar auszugleichen, damit auch Kinder mit Migrationshintergrund die ihnen möglichen Lernergebnisse erzielen können.
      In dem Kooperationsprojekt „Deutsch&PC“ mit dem Hessischen Kultusministerium und der Hertie-Stiftung, verstärkt im ersten Schuljahr eine zusätzliche Lehrkraft mit bis zu 10 Wochenstunden, im zweiten Jahr mit bis zu fünf Wochenstunden die Förderung parallel zum Deutsch- und Mathematikunterricht. In den Klassen 3 und 4 werden jeweils zwei Förderstunden zum Regelunterricht erteilt. Die Arbeit am Computer ist dabei wichtiger Bestandteil der Förderung.

Kooperation mit dem regionalen Beratungs- und Förderzentrum (rBFZ)

Es gibt eine intensive Zusammenarbeit mit den Förderschullehrkräften des zuständigen BFZs der Helmut-von-Bracken-Schule, Friedberg. Diese sind täglich anwesend und ergänzen die Arbeit in der Grundschule durch spezielle Förderangebote.

-Beratung

Mit den Lehrkräften und Eltern werden Fragen zur Schulanmeldung, zum Entwicklungsstand eines Kindes, zur Diagnostik, zu besonderen Fördermöglichkeiten, zur Überwindung von Lernproblemen und Krisen und zur Auswahl geeigneter Lernmittel besprochen.

-Vorbeugende Maßnahmen- (VM)

Schülerinnen und Schüler mit Lern-, Sprach- und Verhaltensproblemen oder weiteren Schwierigkeiten werden in sogenannten „VMs“ in ihrer Klassengemeinschaft oder in Einzel- und Kleingruppenstunden durch spezielle Übungsangebote unterstützt.  Gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen und -lehrern werden für sie individuelle Förderpläne erstellt und Hilfen geplant, damit sie die Aufgaben der Grundschule besser bewältigen.

-Inklusive Beschulung (IB)

Seit 2013 können Eltern eines Kindes mit einer Behinderung oder Einschränkung selbst entscheiden, ob es eine Förderschule besuchen wird oder ob es in seiner gewohnten Umgebung bleiben sollte, um mit den Nachbarskindern gemeinsam seine Grundschulzeit zu verbringen. Oft kennen sich die Schülerinnen und Schüler bereits aus dem Kindergarten und können gut miteinander umgehen. Manchmal wird auch erst im zweiten oder dritten Schuljahr auffällig, dass einzelne langsamer lernen und mehr Unterstützung brauchen. Sie bleiben dann in ihrer Klasse und werden im „Inklusiven Unterricht“ weiter betreut. Die BFZ-Lehrkräfte entwickeln auch mit anderen Beratungszentren für Körper-, Seh- oder Hörbehinderungen spezielle Unterstützungsangebote. Das Lernen in der Gemeinschaft hat das Ziel, dass Kinder mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen lernen, sich ohne Vorurteile zu akzeptieren und aufeinander Rücksicht zu nehmen.